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Moderne Auslegung von alten Stücken oder Bandello –
Shakespeare – West Side Story!
Der italienische Schriftsteller Bandello schrieb eine
Liebesgeschichte, in der sich beide Liebenden dem Tod hingeben, da das
Schicksal sie offenbar nicht füreinander bestimmt hatte.
Der Engländer Shakespeare erzählt von zwei einander
feindlich gesinnten Familien, deren jüngste Mitglieder Romeo und Julia diesen
Gegensatz nicht überwinden können. Zwar wollen sie zusammenleben und
versuchen mit einem Trick alles in Ordnung zu bringen, aber weil es auch
unter Liebenden Missverständnisse gibt, bleibt letztlich nur der Tod.
Amerika war schon immer und wird wahrscheinlich noch eine
gute Zeitlang das erwünschte Ziel von Einwanderern aus wirtschaftlichen
Gründen bleiben. Dabei entstehen gesellschaftliche Spannungen. In den
dreißiger Jahren waren es Konflikte zwischen Latinos und Weißamerikanern. Und
natürlich verliebte sich ein junges Mitglied der einen Gruppe in ein junges
der anderen, was selbstverständlich wohlwollend vom anderen Teil erwidert
wurde. Nur den Volksgruppen selbst schien das, nicht zu gefallen, deshalb
musste der Liebhaber sterben.
Es gibt viele Geschichten, Dramen und heute auch Filme,
die sich auf dieses Modell stützen. Und doch ist jedes anders, in seine Zeit
und Umstände eingebettet.
Benjamin Britten erklärte einmal, dass sich die
Aufführung nach dem Geschmack der Zuhörer zu richten habe. Und deshalb
änderte er die instrumentale Zusammenstellung von Purcells „Dido und Eneas“.
Warum hat er nicht einfach ein neues Stück geschrieben?
Der bleibende Wert eines Stückes liegt nicht darin, wie
sehr es in verschiedenen Moderichtungen anwendbar ist, sondern wie sehr es
den Geist seiner Zeit wiederspiegelt. Wir sehen alte Stücke, hören alte Musik
oder lesen alte Literatur, um ein Bild davon zu bekommen, wie in anderen
Zeiten, unter anderen Umständen oder anderen Kulturkreisen über gewisse Dinge
gesprochen oder gedacht wurde; Vielleicht um daraus zu lernen, zu erkennen,
woher wir kommen, wie es zu dem gekommen ist, was wir gegenwärtig haben und
sind. Das Modell bleibt sehr oft das Gleiche, aber die Umstände, wie wir dazu
stehen, ändern sich. Und deshalb ist es sinnvoller einfach ein ganz neues
Stück zu schreiben, als es in unsere neuen Formen zu pressen, wobei meistens
nur ein verzerrtes Bild herauskommt.
- Oder will
man mit Assoziationen arbeiten und verwendet dazu schon vorhandene Stücke?
- Oder um den
jüngeren Generationen die alten Stücke näherzubringen. Die Frage ist nur, ob
diese dann nicht ein verfälschtes Bild jener Zeit bekommen.
- Wie man auch
Jesus, Josef, Maria und die Apostel immer in der jeweiligen Mode der Zeit
darstellte, wobei dann Leute zum Beispiel beim Ku-Klux-Klan einfach dachten:
„Gott ist weiß!“ Wobei wir heute wissen, dass Jesus, sollte es ihn überhaupt
gegeben haben, gekräuseltes Haar und eine halbbraune Hautfarbe trug, wie alle
Juden zu jener Zeit in Palästina.
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Else
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Else
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Else
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Else
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Else
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Mittwoch, 18. März 2015
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